Treehouse-Massaker

von Moritz Pommer, 30.01.2016
Am letzten Abend vor dem herzzerreißendem Abschied von unseren beiden Reisegefährtinnen Theresa und Luz, planten wir ganz grob im Voraus, uns mit Cocktails kreativ zu trinken und danach auf eine Party zu gehen.
Wir waren schon durch Flyer auf die sogenannte „Treehouse-Party“ aufmerksam geworden und so machten wir uns auf den Weg, um den kostenlosen Shuttle dieses Etablissements zu nutzen. 
Am Abfahrtort trafen wir auf eine bunte Horde Gleichgesinnter, die sich schon etwas länger als wir die Beine in den Bauch stand. Die allgemeine Vorfreude, aber auch eine gewisse Unsicherheit lag greifbar in der Luft, denn niemand wusste wirklich viel über das, was noch kommen mochte. Abgesehen davon,  dass uns ein Willkommens-Shot versprochen wurde… Der aus einer Flasche für alle und mit einer Prise Gratis-Herpes von einem Hipster mit drei Röcken „serviert“ wurde.
Als dann nach einiger Wartezeit der Shuttle in Form eines Pickups und nicht wie erwartet als kleiner Autobus erschien, Schwang die Stimmung in allgemeine Ausgelassenheit um und mit ihr die Leute in und auf das Gefährt, welches jedoch maximal die Hälfte der ca. 40 Wartenden aufnehmen konnte. 
Also nutzten wir die Wartezeit, die die brechend volle Schaukelkiste zum Baumhaus hin- und zurück brauchte, um neue Bekanntschaften zu knüpfen und sich über gemeinsame Freunde mit wild Fremden zu freuen. Etwas später ging auch für uns die abenteuerliche Fahrt ins Nirgendwo los und mit jeder Minute Festklammern auf der Ladefläche wuchs die Neugierde darauf, was und wohl erwarten würde, wenn der Wagen ausrollen, und seine sich festklammernden Passagiere freilassen würde.
Darauf, dass wir nach der abenteuerlichen Fahrt auch noch gefühlte 100 Höhenmeter überwinden mussten, hatte uns zwar keine vorbereitet, aber nach diesen Strapazen erreichten wir endlich das für uns inzwischen sagenumwobene Baumhaus und ließen uns sofort von dem dort herrschenden Flair mitreißen.
In Windeseile verging die Zeit zwischen Baumhauserkundungen, Pinataschlagen, Limbowettbewerben und anderen verrückten Dingen und Verkleidungen, die man bestaunen konnte; Man lernte andere Leute und auch sich in unserer kleinen Gruppe besser kennen und gegen Ende fuhr der Shuttle zurück. Für uns alle schon viel zu früh.
Zurück im Hostel blieben die einen bis in den frühen Morgen – in dem es für manche mit dem Bus nach Costa Rica ging – auf, während andere selbst zum Abschied schwer wach zu kriegen waren. 
Alles in Allem war der Abend und die Party legendär und wird uns gut in Erinnerung bleiben.

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