Auf dem Wasser zu Hause

von Moritz Pommer, 25.02.2016

Nachdem wir einige Tage die Ruhe und Abgeschiedenheit in Poneloya genossen hatten, entschiedenen wir uns – entgegen unseres Naturells – es mit einer anstrengenden Sportart zu versuchen. Also machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg am Strand entlang, durch zwei Flüsse und am Rande eines Naturschutzgebietes entlang wandernd.

Nach etwa 30 Minuten erreichten wir unser Ziel: Die „Surfing Turtle Lodge“, die neben ihrer Funktion als Hostel und Surfschule auch als Schildkröten-Aufzuchtsstation fungierte. Doch ohne auf die kleinen Kröten zu warten, ging es für uns direkt ins beziehungsweise aufs Wasser – das Shortboard ans Bein gebunden. 
Doch die ersten Surfversuche fühlten sich für uns eher wie ein Gang in der Waschmaschine, denn eines heroischen Wellenritts an.
Nach und nach entdeckten wir jedoch, was es heißt, durch die Kraft des Wassers wieder Richtung Strand getragen zu werden…
und was die Surfer aus aller Welt wieder und wieder motiviert, das anstrengende Paddeln zurück hinaus hinter sich zu bringen, um dort weitere 10 Minuten auf die perfekte Welle zu warten.
Nach 4 Stunden auf dem Wasser, aufgescheuerter Brust und leichter Röte ließen sich erste Erfolge erkennen und wir schafften es irgendwo zwischen liegend, hockend und stehend eine Welle nach der anderen zu nehmen. Allerdings waren wir von dem Tag auch sehr geschlaucht und so ließen wir uns von dem leichten Wind am Strand trocknen und machten uns müde aber glücklich wieder zurück auf den Weg zu unserem ruhigen Domizil in Poneloya.

 

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