!Pura Vida! in Samara

von Moritz Pommer, 09.12.2015

…4 Uhr aufstehen! …Nachtfahrt zum Flughafen! …Sonnenhut? vergessen! …Egal! …Rein in den Flieger! …Umsteigen in New York! …Ankunft in San Jose! …erste Nacht im Hostel! …Jetlag! …8 Stunden Busfahrt!
An viel mehr kann ich mich von meiner Anreise auch nicht mehr erinnern. Aber als ich dann mit reichlich Verspätung endlich vor dem Haus meiner Gastfamilie in Matapalo bei Samara stand, entlohnte mich der herzliche Empfang direkt für den Stress der letzten 24 Stunden. Auch wenn ich nach den Begrüßungsformeln feststellte, dass ich der einzige war, der des Deutschen und Englischen mächtig ist; beziehungsweise der einzige, der kein Spanisch sprach, während alle andere für meinen Geschmack viel zu schnell auf mich einschnatterten.
Doch für mich ging es am ersten Abend fast nur noch direkt ins Bett, voller Erwartungen an den nächsten Tag, an Sonne, Strand und die gute Laune des Landes Costa Rica.
Und die wurden am nächsten Morgen mehr als nur übertroffen! Nach dem entspannten Frühstück, bei dem sich meine Gastmutter Sandra vorsichtiger in meinem kläglichen Spanisch vortastete macht ich mich direkt auf den Weg an den 50 Meter entfernten Strand, der wirkte, wie direkt von der Webseite abindenurlaub.de geklaut. Zuerst ging ich durch den weichen Sand, beschattet von Kokospalmen und vorbei an Hängematten, bis ich dann in den warmen Sonnenschein trat und das Meer an meinen Füßen spüren konnte.
Bis zum nächsten Ort, Samara, waren es circa 20 Minuten Fußweg am Strand, die ich die kommenden Wochen vormittags vor meinem Sprachkurs und nachmittags zurück gerne auf mich nahm.
Nach einer Woche reichte mein Spanisch für einfache Unterhaltungen und ich konnte für meine Gastfamilie einkaufen, lernte die Familie und Nachbarn kennen, half im Barrio bei der Rodung eines neuen Grundstückes am Strand und ging feiern; Costa-Rica Style.
Außerdem lernte ich auch andere Freiwillige kennen, die in der Umgebung in Gastfamilien lebten und verschiedene Projekte unterstützten. Mit ihnen malte ich zum Beispiel die Bushaltestelle des Viertels an und verabredete mich mit zweien für die Ausreise nach Nicaragua im nächsten Jahr.
Nach meinen leider etwas knappen zwei Wochen in Sandra’s Haus musste ich schon wieder Abschied von allen nehmen. Allerdings war es mir von meiner nächsten Station am Playa Buena Vista, nur einen Strand weiter möglich, sie noch ein oder zwei Mal zu besuchen, was ich in den kommenden Wochen auch tat.

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