Poneloya – Forever alone im Paradies

von Tom Schliemann, 22.02.2016

Niemand. Weit und breit kein Mensch. Nur Strand, Palmen und das Meer.
Was klingt wie das Paradies, ist es auch. Irgendwie. 

Das kleine Fischerdorf „Poneloya“ an der nord-westlichen Pazifikküste ist aber durch Kontraste geprägt. So ist der dunkle Sand wunderschön, doch zu heiß, um darauf zu stehen. 

Die Sonne scheint durchgängig von Sonnenaufgang bis Untergang, doch länger als 30 Minuten hält man es ohne Abkühlung nicht aus. Tagsüber herrschen wundervolle 36 Grad, Nachts leider immer noch 30°. Die erste Reihe ist mit Strandvillen bebaut, zwei Straßen weiter hinten gibt es nur noch Blechhütten. Die Bewohner des Dorfes sind arm, arbeiten in anliegenden Fischzuchtbetrieben. In den Ferien herrscht hier Trubel. Die reiche nicaraguanische Bevölkerung verbringt hier gerne ihren Urlaub. Denn der Strand und das Meer sind ein wahrer Traum. 

 

Der Name „Poneloya“ bedeutet in der indigenen Sprache des Sutiava Stamms so viel wie „kleiner Samen“. Was mehr als nur passend ist, wenn man bedenkt, welches Potenzial zur Entfaltung dieses stille Örtchen besitzt. Auch wenn es bisher – zumindest bei den ausländischen Touristen – noch ziemlich unbekannt ist, so steckt dennoch sehr viel Potenzial in dem Fischerdorf. Genau wie in einem Samen.

Nicht nur der kilometerlange Strand und der stetig blaue Himmel sorgen für ein perfektes Urlaubsfeeling, auch die Stille und die perfekten Surfbedingungen machen diesen Ort traumhaft.

 

In unserem Haus, welches wir für zwei Wochen gemietet hatten, bekamen wir öfters Besuch. Egal ob vom Hausschwein des Nachbarn, wilden Hühnern oder herumstreunenden Hunden und Katzen. In unserem Garten konnte man jeden Tag einem neuen tierischem Besucher guten Tag sagen. Oder auch Gute Nacht. Denn den einen Morgen sind wir durch drei Schüsse aufgewacht, die unser Nachbar auf ein streunenden Köter abgegeben hat. Für jedes Problem gibt es in Nicaragua eine Lösung. 

 

Wer also nach einem Fleckchen Paradies sucht, das man sich mit Niemanden (außer den sehr netten Einwohnern) teilen muss, der ist in Poneloya genau richtig. Machen kann man hier allerdings nichts – außer am Strand liegen und surfen. Einkaufen übrigens auch nicht. Supermärkte gibt es nur im 20km entfernten Leon. Für den täglichen Bedarf gibt es aber ein, zwei „Pulperias“, die Güter des täglichen Bedarfs führen. Das ist schön.

 

 

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